{"id":104,"date":"2024-01-16T07:54:59","date_gmt":"2024-01-16T06:54:59","guid":{"rendered":"http:\/\/nanninga.myds.me:8181\/?p=104"},"modified":"2024-12-11T09:36:43","modified_gmt":"2024-12-11T08:36:43","slug":"klimawende-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/meinung.nanninga.me\/index.php\/2024\/01\/16\/klimawende-teil-1\/","title":{"rendered":"Klimawende Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Die Worte Klimawende, Energiewende, CO2 sind heute ein beherrschendes Thema. Je nach Glaubensrichtung geht die Welt unter oder wir machen unsere Wirtschaft kaputt.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist das ganze eine Art Glaubensache. Wer versucht, sich eine eigene Meinung zu bilden und kritische Fragen stellt ist gleich ein Klimaleugner und nat\u00fcrlich Rechts und Nazi. Wieder einmal trauen sich nur wenige abweichende Meinungen zu \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Ich werde es trotzdem versuchen meinen &#8222;Glauben&#8220; zu formulieren.<\/p>\n<p>Wo f\u00e4ngt man da an?<\/p>\n<h5>Was ist passiert?<\/h5>\n<p>Zun\u00e4chst einmal gab es in den Millionen Jahren der Erdgeschichte Eiszeiten und sehr warme Perioden mit massiven Auswirkungen f\u00fcr Natur und alle Lebewesen. Die Wissenschaft hat das mit den modernen Methoden der Messtechnik an alten Erdschichten und Fossilien erkannt und offenbar gibt es Methoden damit solche lange zur\u00fcckliegenden Ereignisse mit hoher Wahrscheinlichkeit zu belegen.<\/p>\n<p>Danach marschierte die Erde bei Beginn der Wetteraufzeichnungen (Wetter und nicht Klima) wohl gerade in Richtung einer Eiszeit. Jedenfalls gibt es viele Indikatoren daf\u00fcr. Seither hat sich die Richtung gedreht und in den letzten knapp 200 Jahren geht es in Richtung Erw\u00e4rmung. Soweit die einigerma\u00dfen verl\u00e4sslichen Fakten.<\/p>\n<p>Die Schlu\u00dffolgerung daraus ist: Die Menschen haben dies verursacht und insbesondere die Zunahme des CO2 Aussto\u00dfes beschleunigt diese Entwicklung. Auch dies kann (oder mu\u00df) man wohl anerkennen.<\/p>\n<p>Der Hauptfaktor f\u00fcr diese Entwicklung wird aber kaum je als Ursache explizit genannt: Die Zunahme der Erdbev\u00f6lkerung! Wir marschieren stramm in Richtung 10 Milliarden Menschen. Dann soll es ja laut Statistik stagnieren &#8211; aber genau wei\u00df man das nicht. Diese 10 Milliarden m\u00fcssen ern\u00e4hrt werden und wollen auch &#8222;vern\u00fcnftig&#8220; leben. Wie h\u00e4tte das ohne Industrialisierung klappen k\u00f6nnen. Wir reiten quasi auf einem Tiger und hoffen nicht herunterzufallen.<\/p>\n<p>Also kann der Weg doch nicht sein, die Industrialisierung zu bremsen und wieder zur reinen Agrarwirtschaft zur\u00fcckzukehren! Dann gleichzeitig die K\u00fche abzuschaffen, da die ja zu viel Methan erzeugen (H\u00e4\u00e4\u00e4\u00e4???).<\/p>\n<p>Oder &#8211; zynisch gefragt &#8211; will man Millionen von Menschen in sinnlose Kriege hetzen und so die Menschheit um einige Milliarden dezimieren. Auch so kann man CO2 reduzieren. Wenn man sich die Welt heute anschaut, kann man fast den Eindruck haben, dass die irgendwie gewollt ist.<\/p>\n<h5>Klimamodelle<\/h5>\n<p>Die weitere Entwicklung des Klimas sagen uns sogenannte Klimamodelle voraus. Neulich habe ich Youtube-Video gesehen, wo ein Wissenschaftler ca. eine Stunde von einer kritischen Journalistin befragt wurde und ohne erkennbaren politischen Eifer sehr sachlich berichtet hat, wie diese Modelle erstellt werden und was sie k\u00f6nnen (und vielleicht auch nicht).<\/p>\n<p>Dabei werden weltweit alle m\u00f6glichen Daten gesammelt. \u00dcber das Wetter in jeder Region (also Wind, Temperatur), Windrichtungen, Meeresstr\u00f6mungen und und und. Also eine unvorstellbare Menge an Daten wird gesammelt. Diese werden in ein Modell eingegeben und das Modell wird so lange ver\u00e4ndert, bis man die Entwicklungen der letzten Jahre (Jahrzehnte &#8211; ich meine er sprach von 60 Jahren) nachvollziehen kann. Da das Modell ja f\u00fcr r\u00fcckliegende Jahre stimmt, versucht man dann die Entwicklung zu extrapolieren &#8211; also Vorhersagen zu treffen.<\/p>\n<p>Dabei macht man dann dar\u00fcber Annahmen, ob alle Parameter gleich bleiben, oder ob sie sich \u00e4ndern. Je nachdem welche Parameter (also z.B. CO2 Aussto\u00df, Industrialisierunggrad &#8230; ) man \u00e4ndert ergeben sich abweichende Voraussagen.<\/p>\n<p>Die weltweiten Daten werden vom Weltklimarat zusammengetragen und die wahrscheinlichsten Entwicklungen regelm\u00e4\u00dfig ver\u00f6ffentlicht. Dabei gibt es sogenannte &#8222;Worst Case&#8220; Szenarien, in denen die Entwicklung dargestellt wird, wenn alle Parameter sich zum negativen \u00e4ndern. Ebenso gibt es optimistische Szenarien, bei denen alles im gr\u00fcnen Bereich ist und kein Handlungsbedarf besteht.<\/p>\n<p>Ab da ist man wieder auf sich selbst gestellt. Welchen Szenario soll man folgen? Die Kimakleber gehen vom &#8222;Worst Case&#8220; aus und sehen den Weltuntergang, wenn man nicht sofort handelt. Andere glauben an den besten Fall und fragen, warum man denn \u00fcberhaupt etwas \u00e4ndern soll.<\/p>\n<p>Die Klimamodelle k\u00f6nnen jedoch lediglich M\u00f6glichkeiten aufzeigen und gewisse Stellschrauben aufzeigen, die zu Ver\u00e4nderungen f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Und: es gibt viele Ecken, die zu Fehlern in den Modellen f\u00fchren k\u00f6nnen: z.B. Ist die Qualit\u00e4t der Daten weltweit gleich? Werden nicht teilweise politisch genehme Daten \u00fcbermittelt? Sind die Modelle wirklich ausreichend korrekt oder sind sie obwohl sie nach bestem Wissen und Gewissen erstellt wurden doch noch fehlerhaft?<\/p>\n<p>F\u00fcr mich geben sie eine gewisse Orientierung. Ich halte es aber f\u00fcr vollkommen falsch meine Handlungen nach bestimmten Szenarien zu richten.<\/p>\n<h5>Fossile Brennstoffe<\/h5>\n<p>Eine Hauptursache f\u00fcr die Klimaver\u00e4nderungen wird im CO2 und damit in der Verwendung von fossilen Brennstoffen gesehen. Ist das richtig? Es wird von einigen in Frage gestellt.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist diese Frage nicht relevant! Warum?<\/p>\n<p>Nun ich habe in einer Gasempfangsanlage gearbeitet. Als ich 1981 dort anfing hat man mir gesagt: &#8222;Bis zur Rente werden sie hier nicht bleiben. In 30 Jahren laufen die Vertr\u00e4ge aus. Dann gibt es in Norwegen kein Gas mehr und wir werden schlie\u00dfen&#8220;. Als ich dann 2012 in den Vorruhestand ging sprach man von gesicherter Arbeit bis 2050. Inzwischen redet man von 2070 oder 2080. In anderen (z.B. arabischen L\u00e4ndern oder S\u00fcd- und Nord-Amerika) sieht es \u00e4hnlich aus. Die Ressourcen sind begrenzt. Oder warum investieren diese L\u00e4nder in allen m\u00f6glichen Technologien, wenn es doch ewig Gas und \u00d6l g\u00e4be?<\/p>\n<p>Daraus ergeben sich 2 Konsequenzen.<\/p>\n<ol>\n<li>Die Besitzer von fossilen Brennstoffen werden diese ausbeuten, solange es m\u00f6glich ist. Es wird auch wahrscheinlich noch sehr lange L\u00e4nder geben, die darauf angewiesen sind. Daher ist es l\u00e4cherlich in Deutschland\/Europa darauf ab sofort zu verzichten.<\/li>\n<li>In absehbarer Zeit werden diese Quellen zun\u00e4chst weniger werden und dann versiegen!<\/li>\n<\/ol>\n<p>Aus diesen beiden Gr\u00fcnden ist die ganze Diskussion f\u00fcr mich unsinnig. Die fossilen Brennstoffe werden so oder so verbrannt und trotzdem m\u00fcssen wir uns nach anderen M\u00f6glichkeiten der Energieerzeugung umsehen.<\/p>\n<h5>Alternativen<\/h5>\n<p>Also gilt es Alternativen f\u00fcr die fossilen Brennstoffe zu finden. Dies ist unabh\u00e4ngig davon, ob es der Entwicklung des Klimas dient oder nicht. Leider haben die Regierungen (und nicht nur unsere) in den letzten 20-30 Jahren es vers\u00e4umt intensiv nach Alternativen zu suchen. Insbesondere in Deutschland wurden technische Entwicklungen bei Windkraft und Nutzung der Sonnenenergie eher behindert als gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Auf der Hand liegen Windkraft und Sonnenenergie. Beide sind heute und auch langfristig in unbegrenzter Menge verf\u00fcgbar. Wir verf\u00fcgen heute \u00fcber Technologien diese im kleinen und auch gr\u00f6\u00dferen Rahmen zu nutzen. Langfristig wird es auch Konzepte geben, diese Energien auch im gro\u00dfen Stil in hei\u00dfen Regionen unserer Erde zu nutzen (obwohl es da auch physikalische Grenzen gibt).<\/p>\n<p>Aber: beide Energieformen stehen nicht permanent zur Verf\u00fcgung. Wenn keine Sonne scheint (und nachts scheint sie nun mal nicht) gibt es keinen Strom. Und wenn Windflaute herrscht gibt es keinen Strom. Und wenn der Stromverbrauch gerade niedrig ist (warum auch immer) produzieren Windr\u00e4der und Photovoltaik trotzdem Strom, f\u00fcr den wir eigentlich keine Verwendung haben.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich hei\u00dft das: Alleine mit Wind und Sonne werden wir den Energiebedarf der Erde auch langfristig nicht decken.<\/p>\n<p>Eine Alternative, die viele L\u00e4nder jetzt wieder hervorholen ist die Kernenergie. Das war f\u00fcr mich lange Zeit ein NO GO. In der Beziehung geh\u00f6rte ich zu den radikalen Gr\u00fcnen. Einmal die Gefahr von Atomunf\u00e4llen (die dann ja in Tschnobyl und Fukujima auch passiert sind) und vor allem der Abfall der unvorstellbar lange Perioden (10 Tausende Jahre) aufbewahrt werden muss. Das war und ist nicht akzeptabel &#8211; so hoch auch der kurzfristige Nutzen ist.<\/p>\n<p>Aber inzwischen gibt es anscheinend Konzepte, die es erm\u00f6glichen diesen Gefahren zu begegnen. Einmal baut man kleinere und \u00fcberschaubarere Anlagen, bei denen ein GAU keine so gravierenden Folgen hat. Zum einen ist der Umfang begrenzter und zum anderen schaltet sich die Anlage auch bei menschlichen Fehlern oder Naturereignissen (z.B. Flutwelle oder Erdbeben) ohne gro\u00dfe Konsequenzen einfach ab.<\/p>\n<p>Und man baut nun Testanlagen, bei denen die alten Brennst\u00e4be mehrfach verwendet werden und der \u00fcbrig bleibende Abfall wesentlich k\u00fcrzere Aufbewahrungszeiten (ca. 300 Jahre) und weniger Radioaktivit\u00e4t absondert.<\/p>\n<p>Vielleicht gelingt irgendwann auch eine kommerzielle Nutzung der Kernfusion, bei der alle diese Gefahren nicht existieren.<\/p>\n<p>Darum habe ich es \u00fcberhaupt nicht verstanden, warum man in Deutschland nicht massiv in die Forschung dieser Technologie investiert und lieber Radwege in Peru finanziert.<\/p>\n<p>Weitere Alternativen wie Wasserstoff, Brennzellen und andere Konzepte werden jetzt untersucht. Warum nicht schon vor 30 Jahren. Damals drohte das Ende der fossilen Brennstoffe wesentlich fr\u00fcher.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich kann die Strategie doch nur lauten: Wir untersuchen alle technischen M\u00f6glichkeiten und zwar intensiv. Dabei wird sicher auch Geld verbrannt &#8211; aber sinnvoll! Es gibt immer wieder Genies, dere unkonventionelle Ideen zu neuen M\u00f6glichkeiten und Entwicklungen f\u00fchren. Dabei mu\u00df man auch unkonventionell vorgehen und nicht alles durch die B\u00fcrokratie verhindern.<\/p>\n<p>F\u00fcr die n\u00e4chste Zukunft und f\u00fcr die n\u00e4chsten 20-30 Jahre muss man aus meiner Sicht:<\/p>\n<ul>\n<li>Auf eine Mix der Energietr\u00e4ger setzen. So viel Sonne und Wind wie m\u00f6glich aber auch die anderen Energietr\u00e4ger nicht verteufeln. Tendenziell &#8222;alte&#8220; Technologien ausschleichen.<\/li>\n<li>Grundlasten solange wie notwendig durch &#8222;alte&#8220; Energietr\u00e4ger gew\u00e4hrleisten. Dazu geh\u00f6rt auch die Kernenergie (wenn f\u00fcr Deutschland auch leider der Zug abgefahren ist).<\/li>\n<li>Langfristige (!!!) Ziele vorgegen und konsequent verfolgen. Kurzfristiger Aktionismus dient letztlich nicht dem was notwendig ist.<\/li>\n<li>Die Forschung in neue Technologien intensivieren und stark f\u00f6rdern, wenn sie positive Resultate ergeben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Langfristig entspricht das Resultat dem, was auch die ideologisch gepr\u00e4gten Gr\u00fcnen wollen. Wir steigen (gezwungenerma\u00dfen) aus den fossilen Brennstoffen aus und bauen auf umweltfreundliche Energietr\u00e4ger. Das ist auch weltweit (selbst bei den Scheichs) anerkannt. Aber auf dem Weg dahin gilt es Au\u00dfenma\u00df und Vernunft walten zu lassen. Die Ideologie sollte nicht die Politik bestimmen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Worte Klimawende, Energiewende, CO2 sind heute ein beherrschendes Thema. Je nach Glaubensrichtung geht die Welt unter oder wir machen unsere Wirtschaft kaputt. Tats\u00e4chlich ist das ganze eine Art Glaubensache. 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